(Oder: Wie ich beinahe an PowerPoint verzweifelte und Excel trotzdem freiwillig wiedertraf.)
Der Februar kam leise daher – und haute mir direkt Schneematsch und Folienanimationen um die Ohren. Ich hatte ja keine Ahnung, dass ein kleines Office-Programm mein Nervenkostüm mehr fordern würde als jede Zumba-Choreo. Aber von vorn. Und keine Sorge: Es wird kalt, es wird nerdig – und ein bisschen großartig.
❄️ Woche 1 – Zwischen Eisregen und PowerPoint
Der Februar begann standesgemäß an einem Sonntag – mit meinem Januar-Rückblick. Jedes Mal denke ich: »Was? Schon wieder?« Und jedes Mal sitze ich dann doch da. Ritual ist Ritual. In der Fortbildung wartete dann das große Abenteuer: PowerPoint. Neuland. Ich und Präsentationsfolien – wir mussten uns erst einmal beschnuppern. Spoiler: Es war keine Liebe auf den ersten Klick. Schon den zweiten Tag musste ich aussetzen, da das Brustkrebs-Screening in Minden auf der Agenda stand. Ein nicht diskutierbarer Termin.
Es war arschkalt. Schnee. Eisregen. Ich habe sogar Zumba abgesagt. Ich! Aber Safety first – da bereits auf dem Hinweg fieser, horizontaler Schnee die Fahrt erschwerte. Also rechts ran und schnell eine WhatsApp an alle Teilnehmer: Bitte umdrehen!
Am 5. Februar habe ich natürlich beim Format WMDEDGT meinen Senf dazugegeben – Ehrensache!
Zum Wochenende, am Freitag kam Besuch von Maike. 💛 So ein schöner Nachmittag! Shout out an dieser Stelle! Ich hoffe, dein Skiurlaub war genauso sonnig wie unsere Stimmung.
Samstag: Zumba. Danach Hausarbeit. Man muss Prioritäten setzen. Und Sonntag? Baustellenbier bei Freunden. Alkoholfreies Weizen – schmeckt nach vier Wochen Abstinenz wie Malzbier. Unerwartet lecker!

📊 Woche 2 – Der Folienmaster und ich
Ernsthaft. Was will dieser Folienmaster von mir? Und warum bewegt sich der animierte Hamster nicht einfach einmal artig von einer Ecke in die andere meinen Bildschirm? Fragen über Fragen. PowerPoint und ich – wir hatten eine Phase. Mein Horoskop für die Woche sagt:

Mittwoch: 12 von 12 – eines meiner Lieblingsformate. Ich liebe es einfach.
Inspiriert vom Podcast Die Kur-Oase entstand die Idee zum Artikel zur epistemischen Erleichterung. Manchmal kommt so ein Gedanke ja genau richtig um die Ecke.
Freitag dann die PowerPoint-Prüfung. 45 Minuten angesetzt für 34 Fragen. Ich hatte mich am Anfang verzettelt, musste einige Fragen neu laden, da meine Hände so gezittert haben. Ende vom Lied? Ich war nach 25 Minuten (fix und) fertig, ohne es zu merken! Habe ich die vermeintlichen richtigen Lösungen ins digitale Nirwana geschickt? Nein. 100 %. Bestanden.

Danach war ich bereit für dieses Telefonat bezüglich meiner beruflichen Zukunft. Schönes Gespräch, aber die benötigen jemanden kurzfristig. Ich stehe erst ab dem 19. Juni zur Verfügung.
Sonntag: Blogartikel veröffentlicht und ausgiebig spazieren gewesen, abends gepflegtes Couching. Balance ist alles.
📈 Woche 3 – Excel klopft an
Nach PowerPoint kommt Excel! Montag ging‘s los. Ich habe einen neuen Endgegner – alles andere wäre ja auch zu einfach. Zahlen, Formeln, Funktionen. Mein Kopf so: »Wenn, dann bitte einmal langsam.« Mein Rücken so: »Warum sitzt du in letzter Zeit so viel? Spinnst du?«
Also am Nachmittag rauf auf die Matte. Ausgerechnet mitten in meinem Plank klingelte mein Handy. Der Chef der Dame vom Freitag war dran. Was. Für. Ein. Gespräch. Er wusste alles, respektierte meine Fortbildung bis Ende Juni – und fragte tatsächlich, ob er mich am 19. Juni nochmal anrufen dürfe, weil er mich gern kennenlernen möchte.
YESS.
Der Rest der Woche: Lernen. Hund. Zumba. Haushalt. Früh ins Bett. Unspektakulär, aber solide.
Am Wochenende dann Umzugs-Vibes: Jürgens Schwester samt Aufbaukommando reiste an. Ich war Catering-Chefin. Kaffee, Mettbrötchen, Käseschnitten, Kuchen, Würstchen mit Kartoffelsalat – der Klassiker.
Sonntag wieder Lernen. Mit Buddy an die Aue. Excel-Wiederholungen. Ich weiß jetzt, was diese komische Zahl bedeutet, die in Excel erscheint, wenn das Datum nicht richtig formatiert ist. Ab sofort unwiderruflich in meiner Schublade »Unnützes Wissen« verankert. Leider kein Sonntagsartikel. Sorry, Jutta! 💛
☀️ Woche 4 – Zwischen Lernmodus und Aufbruchsstimmung
Excel begleitet mich weiterhin – und ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage: Es ergibt langsam Sinn. Tatsächlich verstehe ich inzwischen den Unterschied zwischen Formeln und Funktionen. Fortschritt! Um mit Excel zu sprechen: Wenn – Dann – Sonst 😜
Zwischendurch habe ich einen Check-up-Termin vereinbart – und spontan einen für Ende April bekommen. Solche Kleinigkeiten fühlen sich gerade wie kleine Siege an.
Und dann diese Sonne! Ich stand beinahe applaudierend im Garten. Nach all dem Grau tat das richtig gut.
Der Umzug rückt näher, das Catering ist organisiert, die Einkäufe erledigt. Am Freitag wird tatsächlich angegrillt – Februar hin oder her. Samstag dann der große Umzug. Dafür musste zwar der Kohl-und-Pinkel-Marsch weichen, aber manchmal darf das Leben Prioritäten setzen.

Bei Interesse bitte melden!!!
Gestern Abend war ich um 21 Uhr im Bett. Müde. Zufrieden. Und ein bisschen stolz auf diesen vollen, kalten, produktiven Monat.
📚 Gelesen
- Don’t Kiss Tommy – Theresia Graw
Shame on me. Ich komme nicht weiter. Mir fehlt gerade die Muße. Aber ich gebe nicht auf!
🎧 Gehört
- Böses Spiel – Harlan Coben
Ich liebe die Myron-Bolitar-Reihe. Wirklich. - Die Hüter der Rose – Rebecca Gablé
Nochmal. Zum Abschalten. Historisches Seelenfutter. - Verbrechen von nebenan – Philipp Fleiter
Zum Einschlafen. Was nichts über die Qualität aussagt – sondern über meine Abendroutine.
📺 Gesehen
- The Night Agent, Netflix
Verschwörung, Weißes Haus, Notfalltelefon für Spione – absolut sehenswert! - Promis unter Palmen, Joyn
Trash at its best. Beispiel gefällig?
Frage: Auf welchem Kontinent liegt Deutschland?
Antwort: »Woher soll ich wissen, was ein Kontinent ist?« - Couple Challenge, RTL+
Bullshit-Bingo in Serie. Bodyshaming inklusive. Und ich gucke es trotzdem. Warum bin ich so? - Let’s Dance, RTL+
Jedes Jahr aufs Neue! Die große Kennenlernshow. Ich freue mich jetzt schon darauf, dass ich Ende März mit Lena zusammen schauen kann🥰
😂 Gelacht
Wie nennt man einen Waschbären im Fitnessstudio?
Eine Wasch-Maschine.
Ich gehe jetzt in die Ecke und schäme mich ein bisschen.
Fazit
Februar, du warst kalt, zahlenlastig und überraschend hoffnungsvoll.
Zwischen PowerPoint-Panik, Excel-Endgegner und Umzugsplanung haben sich plötzlich Türen geöffnet – beruflich wie gedanklich. Manchmal merkt man erst im Rückblick, wie viel eigentlich passiert ist.
Ich mag diese Wintermonate, in denen scheinbar alles stillsteht – und im Hintergrund trotzdem Weichen gestellt werden.
März, ich bin bereit.
Und meine Folien auch.


Stifte gespitzt – Segel gesetzt. Ich bin Kerstin Steinkamp – Bloggerin und Zumba-Instruktorin mit Herz, Humor und einer Portion Gelassenheit. Sprache ist mein Handwerkszeug, Bewegung mein Ausgleich – beides steht für Energie, Leichtigkeit und Klarheit. Ich schreibe für Menschen, die wie ich sich selbst nicht zu ernst nehmen – denn manchmal ist das Leben hart genug. Auf meinem Blog verbinde ich ehrliche Einblicke in meinen aus Alltag, Themen, die mich gerade interessieren und meine Kreativität. Mehr über mich findest du hier.