WMDEDGT Januar 2026

Wer sich schon immer gefragt hat, was normale Menschen den ganzen Tag so treiben: Willkommen bei WMDEDGT, dem wunderbaren Internetformat, das Frau Brüllen ins Leben gerufen hat und das uns erlaubt, unseren Alltag minutiös zu protokollieren – völlig freiwillig und erstaunlich befriedigend. Auch ich mache heute wieder mit und liefere einen ehrlichen Einblick in meinen ganz persönlichen ersten Montag des Jahres.

6.28 Uhr – Netflix hat mein Leben übernommen

Aufgewacht. Für meine Verhältnisse quasi schon später Vormittag. Normalerweise bin ich der Mensch, der um halb fünf senkrecht im Bett sitzt und denkt: Na gut, dann eben Tag. Heute nicht. Die Schuldfrage ist schnell geklärt: Netflix. Genauer gesagt Mr. Mercedes, eine Stephen-King-Verfilmung, die spannend, brutal und absolut ungeeignet für vernünftige Schlafenszeiten ist. Um 0.30 Uhr dachte ich noch: Eine Folge geht noch. Spoiler: Es blieb nicht bei einer.

Der Tag begann klassisch mit Morgenseiten. Leider ohne Traumerinnerungen – entweder waren sie weg oder sie hatten Angst vor dem Tageslicht. Anschließend der obligatorische Kälteschock: Jacke, Stiefel, Handschuhe an und raus mit Buddy.

7.32 Uhr – Salat statt Marmelade

Frühstückszeit. Tee, Ei und – ja wirklich – Salat. Rucola, Möhren, rote Paprika, Edamame, Cocktailtomaten und Hähnchen. Ich bin kein Marmelade/Nutella-auf-Toast-Mensch. Auch kein Seitenbacher-Bergsteiger-Müsli-Typ (allein die Werbung…). Wenn überhaupt Müsli, dann selbst zusammengebaut wie ein IKEA-Regal ohne Anleitung. Aber ich schweife ab.

8.28 Uhr – Zumba und Trash: mein Guilty Pleasure

mal die Zumba-Stunden für diese Woche via WhatsApp und Instagram beworben. Die Winterpause ist vorbei – YEAH!

Danach Trash-TV-Therapie: das letzte Lagerfeuer von Temptation Island. Ich musste wissen, ob Aleks und Vanessa endlich das tun, was alle seit Wochen denken. Mein Trash-Herz hüpfte.

Spoiler: Sie hat einen Schlussstrich gezogen!

Kurz innegehalten und realisiert, dass ich das letzte Woche noch gemeinsam mit meiner Tochter Lena geschaut habe. Jetzt ist sie wieder in Zürich. Das Sofa fühlt sich leerer an. Der Trash bleibt.

9.15 Uhr – Ich bin jetzt Profi – ich hab Gel-Knieschoner

Baustellenmodus an. Fenster vom Kondenswasser befreien, Fußboden glätten. Dabei AirPods rein und Podcast an: Verbrechen von nebenan. Mir fällt gerade auf, dass ich zurzeit ziemlich morbide unterwegs bin.

10.00 Uhr – Bloggen, Denken, Aufwärmen

Unverbindlicher Blogvorschlag von Judith Peters für die kommende Woche: Mein Motto für 2026. Danach Co-Bloggen in der Content Society mit Sandra Hoppenz. Multitasking war angesagt, denn zwischendurch musste Mittagessen her. Auf dem Speiseplan: Resteessen deluxe. Spätzle-Auflauf vom Samstag trifft Chili con Carne von Freitag. Im Grunde ein kleines Buffet.

Gestärkt ging es zurück ins Brainstorming mit mir selbst. Aktueller Favorit fürs Jahresmotto:
All Systems On: Neues Wissen, neue Räume, neue Richtung.
Nach dem Essen wie immer: Abwasch. Glamour pur.

13.57 Uhr – Arbeiten war – spielen ist

Co-Bloggen beendet, zurück in die Baustelle. Eine Stunde Bodenarbeit später meldete sich mein Rücken, also Schnee-Pause mit Buddy. Spielen, lachen, frieren. Ich liebe Schnee. Punkt.

16.19 Uhr – Ofen, Choreos & Zahnarzttermin

Wohlfühltemperatur erreicht. Währenddessen bastelte ich an meiner Playlist für morgen – drei neue Choreos wollen noch in Kopf und Körper.

Post gab es auch: DVD Nummer 120. Angefangen habe ich irgendwann bei Nummer 39. Sie erscheinen alle zwei Monate. Rechnen kann jeder selbst.

Nebenbei versuchte ich, Arzttermine zu organisieren. Zahnarzt? Überraschend unkompliziert. Morgen 16.30 Uhr. Freude hält sich in Grenzen, aber wat mutt dat mutt. Frauenärztin? Mal wieder nicht durchgekommen. Klassiker.

17.22 Uhr – Käsebrot geht immer -Serien auch!

Jetzt wird gechillt, bevor das Abendessen vorbereitet wird. Es gibt Brot und Käse – kulinarisch bodenständig. Dazu Das perfekte Dinner aus Hannover. Zweieinhalb Jahre habe ich dort gewohnt, also innerlich alles kommentiert. Sollte es langweilig werden, wartet noch Stromberg, Staffel 2. Humor hilft schließlich immer.

Damit endet mein heutiger WMDEDGT-Tag. Ein großes Dankeschön an Frau Brüllen, die mit diesem Format seit Jahren dafür sorgt, dass ganz normale Tage sichtbar werden dürfen – inklusive Netflix-Exzessen, Baustellenstaub, Trash-TV-Beichten und Salat zum Frühstück. Ich gehe jetzt zurück in den Feierabendmodus und freue mich wie immer darauf, mich durch all die anderen Alltage zu klicken.


Von Kerstin Steinkamp

Stifte gespitzt – Segel gesetzt. Ich bin Kerstin Steinkamp – Bloggerin und Zumba-Instruktorin mit Herz, Humor und einer Portion Gelassenheit. Sprache ist mein Handwerkszeug, Bewegung mein Ausgleich – beides steht für Energie, Leichtigkeit und Klarheit. Ich schreibe für Menschen, die wie ich sich selbst nicht zu ernst nehmen – denn manchmal ist das Leben hart genug. Auf meinem Blog verbinde ich ehrliche Einblicke in meinen aus Alltag, Themen, die mich gerade interessieren und meine Kreativität. Mehr über mich findest du hier.

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